Freitag, 18. September 2009

Tag 9/10: Ho-Chi-Minh-City - Pulsierendes Chaos

Aloah Gemeinde,

aufgestanden, aufgewacht, heute geht es nach Ho-Chi-Minh-City. Wir verlassen also Kambodscha und schaun mal was Vietnam so zu bieten hat. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, stand wieder mal eine Busreise an. Wie immer standen wir pünktlich um 7:15 bei den Bus Fuzzis in der Kaschemme. Diesmal hieß es, sorry der Bus hat Verspätung, sorry, but a lot of traffic ... kurzum haben wir uns neuen Gefahren gewidmet. Frühstück an einer obskuren Strassenküche! Und damit die Gefahr auch einen Namen hat, habe ich mir ein Baguette mit Omlette und Hühnchen gegönnt ... vor einer 7 Stunden Bustour, mit zweifelhafter Toilette im Bus. Das ist mal Risiko, oder? Vroni war nicht weniger mutig und nahm einen Kaffee ... der wie sich schnell herausstellte ungenießbar war. Als wir dann ne Stunde später wieder bei den Bus Fuzzis waren wurden wir flugs mit dem TukTuk durch die halbe Stadt kutschiert ... kurz hatten wir Sorge, dass es etwas lange dauern könnte mit dem Teil bis Vietnam zu kommen. Gut am Busbahnhof angekommen wurden unsere Tickets mehrfach von verschiedensten Leuten getauscht. So ein bißchen wie bei den Hütchenspielern. Wo ist ihr Ticket jetzt? Aber irgendwie landeten wir in einem Bus und wie sich herausstellte, war es der reguläre Bus für 8:30 und der 7:30 ist einfach wegen zuwenig Passagieren ausgefallen. Es sei vorweg genommen, sind wir nicht wie geplant um 13 Uhr, sondern erst um 16:30 Uhr gut angekommen.
Unterwegs gab es das übliche Gehupe und auch sonst war fast alles wie immer, ausser der Grenze zu Vietnam. Liebe Jautours Mitreisende, glaubt es oder nicht, hier steht kurz vor der Grenze Vietnams das Vegas Asiens. Ein Sack voll Kasinons, Stretchlimos, Betonklötze in the middle of nowhere.
Nach etwas umständlichen Formalitäten und Checks haben wir es dann endlich in die Sozalistische Republik Vietnam geschafft. Interessanterweise verhält sich umgekehrt wie bei Reisen in die DDR. Aufeinmal gab es wieder mehr und schönere Autos und mehr "Wohlstand". Die Sache mit dem Verhältnis Autos zu Zweiräder kehrte sich aber in Ho-CHi-Minh-CIty wieder schlagartig um. Hier gibt es vorsichtig geschätzt mehr Roller und kleine Moppeds, als in ganz Deutschland. Wer bisher dachte Rom sei die Hauptstadt von den kleinen Flitzern weit gefehlt. Anbei ein paar Bilder, die einen kleinen Eindruck vermitteln. Wir haben es bis heute nicht verstanden, warum es nicht alle zwei Sekunden einen Unfall gibt. Linksabbiegen, ist ganz einfach. Langsam und gleichmäßig in den Gegenverkehr tasten und hoffen das alles ausweichen. Die ersten Strassenüberquerungen haben sich nicht sehr einfach gestaltet, weil einfach niemand bremst und selbst bei roten Ampeln die Rechtsabbieger, ohne Stop wie bei grünem Pfeil oder Kalifornienen, einfach durchsausen. Wenn man Glück hat hupen Sie aber vorher noch kurz ... Oskar der freundliche Polizist wäre fassungslos und könnte Ideen der Verkehrserziehung als Visionen für ein Leben im Jahre 2367 predigen ... viel Glück ;-)
Gut im Hotel angekommen, sind wir losgezogen, um uns ein wenig in der Stadt umzuschauen, einen Happen zu essen und anzukommen. Es endete in einem vorzüglichen und günstigen Abendessen bei Huan An Ngon. Der findige Geschäftsmann, hat einfach die besten Strassenköche gesucht, sie festangestellt und läßt sie jetzt ihre besten Gerichte in seinem Restaurant kochen. Günstig und der Knaller ... wir hatten unter anderem leckere Schneckensuppe (weges des Dangers) ... Frisch gestärkt ging es los Saigon bei Nacht zu erkunden und es endete in einer wilden Shoppingtour ... nachdem wir Mitbringsel im Hotel betrachtet hatten, mußten wir am Tag drauf direkt noch nen neuen 40Liter Rucksack schiessen, um das 15kg Gepäcklimit, durch Ausnutzung des Handgepäckslimit einzuhalten ;-)
Der gesamte Nachtmarkt wird jeden Tag komplett auf- und wieder abgebaut. Zahllose Stände und zahlreiche Restaurants. Wir haben am zweiten Abend auch in der Luxus Garküche gegessen, daran zu erkennen, dass die Kellner schicker gekleidet waren und ein Rollereinparkservice inkl Sitzbank nach Regen trockenwischen eingerichtet war. Selbstredend standen hier nur die Luxusroller. Vespas und die schickeren Japanischen. Hier fährt echt jeder Roller. Und transportiert alles mit dem Rollen. Selbst UPS oder DHL liefern mit Rollern aus. Autos sind echt sehr "sperrig", keine Ahnung wie man hier irgendwie, ausser Mitten auf der Strasse, parken kann. Auf den Gehwegen ist definitiv kein Platz, da diese schon vollständig von Rollern zugestellt sind.
Am nächsten Tag ging es dann frisch gestärkt mit einem Baguette im Bauch los die Stadt zu erkunden. Die "Bäckerei" als solche war schon sehr witzig. Da düsten mindesten 10 kleine Asiaten rum und 4 davon betreuten uns bei unserer Baguettebestellung. Personalkosten scheinen hier kein wirkliches Thema zu ...


Los ging es mit einem Rundgang über einen lokalen Markt. Anbei ein Bild der Fischtheken, bei etwa 30 Grad im Schatten ... lustig ist, dass niemand hinter der Theke steht, sondern alle auf dem Tisch sitzen, verkaufen und auch häufig zwischen den Waren schlafen. Geschlafen wird hier wirklich überall. Einfach mal ne Hängematte am Strassenrand aufgespannt oder auf dem Boden der "Hotellobby". Wohnraum ist hier wohl wirklich Mangelware. In Hanoi kommen wohl of jeden Einwohner der Altstadt 0,9 Quadratmeter Wohnfläche und 0,2 qm Bad. Gemessen an unseren Standards unvorstellbar.
Los ging es mit dem Museum das Kriegsreliktemuseum, was früher Museum der amerikanischen und chinesischen Kriegsverbrechen hieß. Aus politische Gründen hat man es wohl umbenannt, obwohl der atlte Name definitiv treffender war. Natürlich ist die Darstellung sehr eindimensional, aber nichts desto trotz, haben sich die USA zweifelsohne nicht mit Ruhm bekleckert. Insbesonder die Tatsache ein Land mit Dioxinen, deren Spätfolgen heute noch allgegenwärtig sind, überschüttet zu haben ist unfaßbar.
Danach ging es zum Wiedervereigungspalast, "wunderschönes" Bauwerk aus den 60er Jahren, Notre Dame Kirche und die Luxus-Einkaufstrasse und Partymeile Dong Khoi hinunter zum Fluß Saigon. Wo wir uns zum Abschluß im 5 Sterne Luxushotel Majestic einen Drink mit Blick über die Dächer Saigons gönnten.
Als Fazit kann man Ho-Chi-Minh-Stadt als eine sehr lebendige Stadt mit allen Facetten. Vom einfachen Fischmarkt, kleinen Hotels, Übernachtungen ab 2-3$ und direkt nebenan Luxus Hotels und "Hurra Hurra mein Guccitäschchen brennt" Boutiquen ... und überall Roller, Roller, Roller und laute Hupen. Auf jeden Fall ene Reise wert.



Gerade sitzen wir im Flieger nach Hanoi, auf dem Weg zu neuen Abenteuern. Und ja, wir haben die Taxifahrt zum Flughafen überlebt!!! Von dort berichten wir dann von neuen Gefahren

Bis bald eure Asienabenteurer ...

Donnerstag, 17. September 2009

Tag X: Dangerseeker Sondermeldung aus Ho-Chi-Minh-City

Hier gibt es jede Menge Danger für Leib und Leben for free ... ein Video sagt mehr als 1000 Worte



... Ampeln und Zebrastreifen sind hier irgendwie gegenstandslos, aber wir haben uns dem wahren Danger erfolgreich gestellt ;-)

Mittwoch, 16. September 2009

Tag 8: Der letzte Tag in Kambodscha

Aloah Freunde des gepflegten Reiseberichts,

Ein weiterer Reisetag. Am Morgen warteten wir brav auf unsere Abholung (complimentary pick-up) zum "Bus Termninal". Wir wurden auch pünktlich 45 Minuten zu spät abgeholt und auf ein Feld kutschiert wo haufenweise Busse rumstanden. Wir suchten uns den aus, der dem von der Hinfahrt am ähnlichsten sah ... wie sich einige Stunden später rausstellte eine erfolgreiche Strategie. Beim üblichen Mittagsstop auf halber Strecke setzen wir gelerntes um und gingen wir die kleinen Stände auf der Suche nach Leckereien ab. An einem Stand gab es frittierte Riesenspinnen, Heuschrecken, Shrimps und ganze paniert frittierte Riesenkrabben. Die chinesische Reisgruppe vor uns genoß deliciöse Spinnenbeine in der größe vn dünnen Pommes. Keine Ahnung wo es hier so riesige Spinnen gibt, in unseren Hotels haben wir bisher zumindest keine getroffen ;-) ... ich (Hücki) habe mich mal auf einen komplett frittierten Shrimp eingelassen und dann sind wir doch zum Früchtestand (@Oli/Toto: So ein gesundes Zeug gibt es hier wirklich ... und Fisch fürs Curry scheint auch immer am Start zu sein). Todesmutig kauften wir ne Dragonfruit ... kann ich nur empfehlen. Wenn man weiß wie sehr leicht zu Essen und sehr lecker. Ein bißchen wie ne Kiwi, nur etwas süsser.
Dann ging es weiter gen Phnom Penh, bis uns ein streng dreinschauender Polizist auf einen Parkplatz winkte. Super, was passiert jetzt? Ganz klar, der Premier Minister ist auf Reise und da dürfen keine großen Gefährte auf der Strasse sein. Alle Busse und LKW wurden rausgewunken. Nach gut 15 Minuten kam dann der Minister mit seinem Gefolge vorbeigedüst und alle durften weiter fahren. Klingt komisch ist aber so wenn hier die Minister reisen und passiert wohl recht häufig.
Gut in Phnom Penh angekommen sammelte und unser TukTuk Fahrer "Sam the driver" wieder ein. Der junge ist zwar nicht billig, aber gut. Kurzum wurden wir in einem einfachen Guest House einquartiert und danach unsere beim Lucky Lucky Bike Rental vor einigen Tagen hinterlassenen Reisepässe inklusive dem Visum für Vietnam eingesammelt. Da der Königspalast diesmal nicht unter Wasser stand, aber Dank Busverspätung und Premier Minister schon geschlossen hatte ... es hat nicht sollen sein ... haben wir uns auf ein klein bißchen Shopping, Leckereien kaufen und Bier trinken vor dem Abendessen konzentriert. Mehr war heute nicht mehr drin, auch Busfahren kann anstrengend sein...






Ach ja ein bißchen bloggen und emailen ging noch vor dem Abendessen







Um 22h lagen wir bereits im Bett, denn am nächsten morgen stand schon früh die nächste Bustour auf dem Programm: wir versuchen mit den in Phnom Penh unter sehr merkwürdigen Umständen beantragten Umständen, die Einreise nach Vietnam. Bus nach Ho-Chi-Minh-City (@Oli/Pützi: Sai Gon ist ein Stadtteil von dem kleinem Dorf)

Anbei eine kleine Exkurs von Reiseleitung Verena: Ho Chi Ming hieß früher Saigon. Wurde aber zu Ehren des ersten Präsidenten (Ho Chi Ming), der die Unabhängigkeit für Vietnam ausrief entsprechend umbenannt!! Sai Gon (man beachte die Schreibweise) ist heute ein Stadtteil im historischen Zentrum der Stadt. Ho Chi Ming (also der Präsident) wurde aber in Hanoi in einem Mausoleum zur ewigen Ruhe gebettet... Warum eigentlich nicht in der Stadt, die schon seinen Namen trägt...?? Lösungshinweise sing willkommen...!!

Kambodscha ist sicher eine Reise wert. Wir hätten auch gerne noch ein paar Tage mehr dort verbracht, aber 4 Länder in 4 Wochen ist halt ein strammer Zeitplan. Insbesondere das Leben und die KUltur ausserhalb des lauten dreckigen Phnom Penh hätten wir gerne noch etwas genossen und noch die eine oder andere "Stadt" besucht

Es grüßen euch eure Kambotschareisenden

Dienstag, 15. September 2009

Tag 5/6/7: Siem Reap und Tomb Raider ... auf den Spuren der Dangerseeker Idole

Liebe Daheimgebliebenen,

wie schon angekündigt machten wir uns auf den Weg nach Siem Reap. Da diese Stadt wohl früher im Mittelpunkt des Khmer-Reiches (um 600 n.C) lag, haben sich alle Könige hier in dieser Gegend gebührend in Form von Tempeln verewigt. Getreu dem Motto. Jeder nur ein Kreuz ... ähm Tempel ... ich bin mir sicher, dass die Jungs von Monty Python sich hier ihre Inspirationen geholt haben. Aber dazu später mehr ... Zusammengefaßt gibt es hier einen Sack voll von Tempeln, soviele dass
- ... hier Wochenbesichtigungskarten verkauft werden
- ... einige wegen noch nicht geräumter Minen nicht besichtigt werden können und es niemanden wirklich stört
- ... man ein Gefährt braucht um auch nur einige an einem Tag zu schaffen

Nun aber mal zurück zum Anfang der Geschichte. Die Anreise. Halbwegs pünktlich ging es gegen 8 Uhr zum Bus. Vor uns lagen 6 Stunden Fahrt für etwas mehr als 250km. Der Bus machte von Aussen einen halbswegs ordentlichen Eindruck (gemessen am Landesstandard) und wir stiegen fröhlich ein. Alles sehr gut organisiert. Ein Fahrer, eine hübsche Stewardess und ein Kerl der, wie wir später feststellten, der Mechaniker war. Die junge Lady begrüßte uns freundlich in fast fließendem Nuschelenglisch übers Mikro und nach einigen Abstimmungen unter den Fahrgästen (Aussi, Engländer, Thai) hatten wir eine Idee was sie uns sagen wollte. Es handelte sich übrigens um einen Luxusbus mit "Inflight"-Entertainment, das den Standard einer westlichen Airline locker übertrifft. Wir wurden mir Kambotschanesischen Karaokevideos verwöhnt. Ein Traum. Über die Bremsen mußten wir uns auch keine Sorgen machen, denn wir hatten die lauteste Hupe und nach guter alter kambotschanischer Sitte, wurde alles weggehupt. Wer überholen will hupt. Fahrräder,Motos und TukTuks weichen je nach Lautstärke der Hupe nach rechts aus ... und der Gegenverkehr sieht ja was da grosses kommt. Es ist keine Seltenheit, dass hier auf ner Landstrasse in 4er Reihe gefahren wird ... keine Ahnung warum, aber auch das funktioniert. Westliche Verkehrspolizisten oder Oskar der freundliche Polizist würden hier sehr früh an einem Herzinfarkt sterben, aber hier ticken die Uhren halt anders.
Nach 3 Stunden gab es einen kleinen Mittagsstop in der Pampa, den der Mechaniker, der auch fürs öffnen der Türen verantworlich war, dazu nutze flugs ein bißchen Wasser in den Kühler zu kippen. Andere Busse ließen direkt die Motorhaube auf ... ist ja einfacher.

Gut angekommen sammelte uns Hat, unser freundlicher Tuk Tuk Fahrer in Siem Reap, an der Haltestelle ein und brachte uns zum Hotel ... haltet euch fest dem Siem Reap Riverside M... ähm Hotel ... ein Zeichen?!?!? Eigentlich ein nettes einfaches Hotel 5 Minuten vom Stadtzentrum entfernt.
@Toto/Oli: Kostet 7,50$ pro Person ... nächster Jautourstrip geht nach Asien. Hier kann man das 50€ Limit wirklich halten ;-)


Das Abendprogramm war schnell fixiert, Sonnenuntergang auf nem Tempel und danach traditionelle Tanzvorführung. Kurz geduscht und los ging das TukTuk. Mit ein paar anderen Gestalten (Vorsicht Ironie) kletterten wir auf den Berg und Tempel hinauf. (Man beachte es ist Nebensaison, wegen Regenzeit und so) Beeindruckendes Bauwerk und eine Klasse Aussicht. Mit dem Sonnenuntergang, gab es wegen der dicken Regenwolken ein paar Probleme, aber das Farbspiel war dennoch sehr beeindruckend. Da hatte Hat uns nicht zuviel versprochen.






Den Elefantenritt nach unten haben wir uns geschenkt, 30$ für 10 Minuten fällt ganz klar unter Abzocke ... also flugs ein Foto gemacht, kurz unter Einsatz unseres Lebens gestreichelt und zu Fuß ging es den Hügel hinab. Kurz drauf setzte uns Hat an einem netten Restaurant ab, in dem es Abends zum Buffet eine klassische Aspara Tanz-Vorführung gab. Nicht super spannend, aber ein bißchen Touritradition kann ja nicht schaden. Sehr geil war der Kokosnusstanz, bei dem alle Tänzer Kokosnusshälften ryhtmisch gegeneinanderschlugen und lustig tanzten. Hier muss ohne jeglichen Zweifel die Idee zum Film Ritter der Kokosnuss entstanden sein. Ich mußte mich wirklich beherrschen nicht laut zu Lachen ... den daheim gebliebenen sei hiermit das sehr gute Musical Spamalot ans Herz gelegt. Auch hier gibt es eine Menge Nuesse.

Danach fielen wir totmüde ins Bett, um am nächsten Morgen um 8:30 in Richtung der Tempel aufzubrechen. Startpunkt war der bekannte Ankor Wat Tempel. Ein Riesenviech. 30 Jahre Bauzeit. Sehr beeindruckend. Alle weiteren geschichtlichen Details findet ihr bei Wikipedia ;-) ... auf jeden Fall eine Reise wert. Danach haben wir uns an ein paar weiteren Anlagen entlang gehangelt, bevor es zum Tempel der Tempel (je nach Perspektive) ging. Dem Tomb Raider Tempel. Hier wurden einige Szenen des Films gedreht ... wäre was für Dich Mio ;-) ... Ein Must auf der offiziellen Danger-Seeker-too-see-list. Anbei ein paar Impressionen von den Anlagen.










Weil gerade so nen Lauf hatten, hat uns Hat empfohlen doch direkt noch zum Floating Village zu fahren. Kurzhand ging es los. Gute Stunde Fahrt mit dem Tuk Tuk. Kurz vorm Ziel kam die Ansage "Sorry the street is very bumpy!"







... und es kam eine Strasse die denen im Kakadu Nationalpark in nichts nachstand ... nur leider galt es diese nicht in Steves Hightech-Mobil, sondern im Tuk Tuk (125ccm Roller mit ungefederten Anhänger und zwei kleinen Touris drin) zu bezwingen ... um es kurz zu machen. Es wurde rau ... sehr rau. Im Kern hat mich am meisten begeistert, dass Hat nicht auf die Nase gefallen ist und das ganze Teil gehalten hat. Was ich mich nicht zu fragen getraut habe, wie kommen wir hier wieder raus wenn es regnet wie Gestern in Phnom Penh? Ich glaube wir hätten einfach die Nacht warten müssen, bis es wieder trocken gewesen wäre ... um es vorweg zu nehmen es blieb trocken, wie beide Tage die wir in Siem Reap zubrachten. Die Anfahrt war witzig, denn jetzt begann das Abenteuer. Wie der Name Floating Village schon sagt ... schwimmen große Teile des Dorfes und wie sich der geneigte Leser denken kann ... in der Regenzeit weiter draussen als in den trockenen Monaten. Nach zähen Verhandlungen haben wir ein Ticket erworben. Uns wurden alle Sicherheitsstandards und eine erfahrene Crew versprochen. Nun ja was soll ich sagen, der Junge der uns zum Boot geleitete ... ich schätze ihn mal auf 12 Jahre ... stellte sich als Kapitän heraus. Uns begleitet auch ein Copilot ... der bestimmt auch schon 12 Jahre alt war, sowie ein Mechaniker von so um die 8-9 Jahre ... erfahrene Crew ?!?!? Alle Sicherheitsstandards? Es gab Schwimmwesten, die Esstisch-Holzstühle (kein Witz) waren lose aufs Deck gestellt und der Pilot selber hatte ja nen blauen Plastikstuhl uns selbstredend ein Toyotalenkrad, was über offen laufende Stahlseile, irgendwie mit dem Ruder verbunden war. Also alles Save ;-) Als der Pilot den Motor anschmiss wurde uns klar, dass wir doch keine romantische Bootstour zu zweit gebucht hatten. Der Motor lag offen hinten im Boot und war so laut wie ne gute Box auf der Candy Shop ... Mist Ohrstöpsel vergessen ... wie auch immer los ging es mit dem Kutter, der bei uns nicht mal auf den Aachener Weiher dürfte. Kurz das Boot nebenan gerammt ... Erfahrene Crew ?!?! ... gewendet. Ok Kutter war 8-9 Meter lang, Kanal nur gute 10m breit. Und schon schossen wir durch den Kanal in Richtung offener See. "Füsse im Feuer, Nase im Wind wie wir Männer so sind" ;-)
Nach gut 8km oder 45 Minuten lärmender Fahrt durch die Überschwemmungsgebiete des Sees kamen wir am Floating Village an. Hier ist alles auf ein Leben auf dem Wasser ausgelegt. Ein ganzes Dorf mitten im See. Absolut fazinierend. Die Schweine werden auf schwimmenden Flössen gehalten, die Häuser stehen auf Stelzen und die gesamte Fortbewegung findet auf "Paddel"Booten statt. Hier ist nix mit Elektrizität (reiche Familien, haben wohl Generatoren) oder ner normalen Infrastruktur ... Frischwasser, Abwasser etc.. Aber ne große Pagode stand in der Mitte des Dorfes auf einem Hügel ... Hier lernten wir auch wieder was zum Thema erfahrene Crew. Im Floating Village düsen bereits 4-6 Jährige alleine (!) mit dem Kanuboot über den See. Bestimmt mit der Anweisung, wenn es dunkel wird wieder zu Hause zu sein. Mamas Anweisung, die ihr ja alle von zu Hause kennt, "Wenn die Laternen angehen kommst Du Heim" klappt hier wegen fehlenden Laternen und Strom eher weniger. Kein Witz, die zwei waren echt nicht älter. Also hat unsere Crew zurückgerechnet potentielle 10 Jahre Seefahrtserfahrung ... wir waren wieder beruhigt.
Wir fuhren noch kurz durch einen Wald raus auf den See ... gut das wir die kleine Tour ohne langen Trip über den See gebucht hatten. In dem Kutter wollten wir echt nicht weit raus fahren. Unser Gefühl hat uns nicht getäuscht. 5 Minuten später fiel die Wasserkühlung aus und der Motor qualmte. Aber die "erfahrene" Crew improvisierte. Flugs Schläuche wieder zusammengetüddelt und mit Latte, die der Kleine Mechaniker für den Rest der Fahrt halten mußte, fixiert. Weiter ging es ... und wir sind wieder gut "gelandet" ...
Auf dem Rückweg ging unserem TukTuk auch noch der Sprit aus, aber wir hatten Glück. Wir stoppten direkt vor einer der zahlreichen "Bottle"-Tanken ... nee die verkaufen kein Bier ... hier gibt es den Liter Sprit aus der Jack Daniels Flasche, die schön in der Auslage drapiert sind. Diese Tanken finden sich ale paar Meter an den großen Strassen, also ohne Sprit wie in den tiefen des Aussilandes bleibt man hier nicht liegen. Nach einem ordentlichen indisches Essen im Kamasutra ging es dann zum Komaschlafen nach einem anstrengenden Tag ins Bett.
Da wir unser 2 Tage Programm erfolgreich an einem Tag durchgezogen hatten, wurde der nächste Tag locker "verchillt". Nach dem Frühstück in einer super Garküche neben dem Markt. Das Essen war der absolute Hit. Der Khmer Cake ein Traum ... Cake sind hier Nudeln mit Hühnchen ... lecker. Abends haben wir eine andere Garküche besucht und waren wieder begeistert. Fazit: Finger weg von den Restaurants, einfach in die kleinen Strassenküchen gehen und für kleines Geld bestes Essen genießen.





Anbei das Rezept für den geübten Koch zum Nachkochen ... wenn es nicht schmeckt, dann liegt es an Deinem Unvermögen oder an den zu hygenischen Zuständen in Deiner Küche.








Ach ja ihr erinnert euch an den schrägen Tourist Police Typen in Bangkok ... kaum zu glauben aber hier gbt es wirklich eine Tourist Police. Anbei ein Beweisfoto. Die passen glaube ich wirklich auf, dass den armen Touris nix passiert. Sehr lustig.






Das war es auch schon mit Siem Reap ... Morgen geht es mit dem super Hupen-Bus wieder nach Phnom Penh, wo wir versuchen werden den nicht überschwemmten Königspalast zu bewundern, bevor es mit dem Bus weiter nach Vietnam geht.

Es grüßen euch eure von Kambodscha begeisterten Jautouristen

Vroni und Hücki

P.S.
Bitte denkt nicht augrund der länge des Textes wir hätten nix besseres zu tun, aber auf einer 6 Stunden Busfahrt kann man die ein oder andere Zeile schreiben. Schlafen ist ja nicht, da der Kerl da vorne dauernd hupt ... und wir haben ne laute Hupe ;-(