Sonntag, 13. September 2009

Tag 4: Tuk-Tuk Rally durch Phnom Penh

Hallo Europa,

Zusammengefaßt können wir feststellen hier ticken die Uhren anders und das hat nichts mit Zeitzonen zu tun. Da uns unser Flughafen Tuk-Tuk Pilot so symphatisch war und sehr gutes Englisch spricht, haben wir uns gerne von ihm "abzocken" lassen und die Kutsche für einen ganzen Tag für Rundreise gebucht. Zum Thema abzocken und Vertrauen sei gesagt, dass Samoah (kurz Sam-unser Pilot) keine Bezahlung für Flughafentour wollte und meinte "Bezahlt einfach Morgen alles zusammen" ... kein Nachname, keine Zimmernummer ... nix.
Überpünktlich, gute 45 Minuten zu früh, wartete Sam vor unserem Hotel und Punkt 9 ging der Tuk-Tuk Express los. Zum Verkehr haben wir ja schon einiges geschrieben, aber im Kern ist das unbeschreiblich, insbesondere die Tatsache, dass wir bis heute noch keinen Unfall gesehen haben. Busse überholen Moppeds mit bis zu 4 Personen + Gepäck mit 10cm "Sicherheitsabstand", wer los will fährt los, und wer keine Lust hat zu warten fährt einfach in die Kreuzung rein ... die anderen werden schon bremsen ... Model scheint soweit ganz gut zu funktionieren ... sollten wir unserem Verkehrsminister auch mal vorschlagen. Wenn Stau auf einer Seite der Autobahn. Einfach kurzerhand auf Gegenfahrbahn ausweichen ...



Die erste Station war Tuol Sleng eine ehemalige Schule die von den Roten Khmer zum Gefängnis und "Verhörzentrum" umfunktioniert wurde. Ähnlich dunkles Kapitel wie die Zeit des NS-Regimes in Deutschland, allerdings erst 30 Jahre her. Sehr erschütternd, dass soetwas noch vor "kurzer" Zeit passieren konnte. Unvorstellbar. Den von Sam vorgeschlagenen Ausflug zu den Killing Fields, eine Gedankstätte wo 1000ende Opfer vor den Toren der Stadt begraben wurden, haben wir nicht mehr gemacht. Die Eindrücke waren zu erschütternd. Genauso wie die unvorstellbar zugerichteten Bettler an den Eingangstoren. Wir nehmen an, dass es sich Größtenteils um Opfer von Landminen handelt, die bis heute bei weitem noch nicht alle beseitigt sind.


Nun aber zu heitereren Erlebnissen. Shopping! Es ging zum Russenmarkt. Das Teil heißt so, da früher Waren aus der Udssr verkauft wurden. Heute ist es der günstige Plunder, wie man ihn aus Asien kennt. Flugs noch wild verhandelt, ein Shirt und ne Uhr gekauft und weiter ging es . Der organisatorische Teil stand an. Keine Ahnung wie wir das alles ohne Sam hinbekommen hätten, aber nach gut 2 Stunden hatten wir Bustickets nach Siam Reap, Tickets nach Saigon, Visa beantragt und zwischendurch Kohle gezogen um die Visa zu bezahlen. Die nehmen es hier echt von den Lebenden ... gute 120 Dollar sind wir los ... Dollar ist auch gutes Thema. VOr der Einreise haben wir uns noch um Wechselkurse in die Landeswährung Riel Gedanken gemacht, um nicht direkt am FLughafen abgezockt zu werden. Was soll ich sagen vergebene Liebesmühe. Alles in Dollar. Die hiesigen ATM spucken nur DOllar aus. Lediglich alles unter einem Dollar wird in Riel ausgezahlt ... davon haben wir jetzt schon etwa 3000 in der Tasche ... also gut 75 Cent ;-))) ... da machen wir noch ne große Sause mit ... 3000 Ocken!!!

Richtig lustig wurde es am Nachmittag. Gestern noch in Bangkok ironsch getönt. Wir lieben die Regenzeit, hatten wir sie jetzt. Sintflutartige Regenfälle ... ne gute Stunde, die wir leicht durch 50 Meter Sprint zum Eingang durchgenäßt, im Nationalmuseum verbrachten. Als wir wieder vor die Tür kamen war dort kein Weg mehr, sondern ein knietiefer See. Aber wir hatten ja dem pfiffigen Sam (mit Gummilatschen), der sein Tuk-Tuk mitten im See vorm Eingang geparkt hatte ... also kurzerhand trockenen Fusses ins Amphibien-Tuk-Tuk eingestiegen und los ging es durch Water World. Anbei ein paar Impressionen ... wir hatten großen Spaß in der Gefahr der wir trotzten. Wir fuhren durch Seen mit untiefen. Manches SUV vorlor hier seine Stoßstange, nicht aber unser TukTuk mit soliden traiwanesischen Wurzel und dem unerschrockenen Sam am Steuer. Allgemein wäre bei uns der Notstand ausgerufen worden, hier hat sich aber keiner aus der Ruhe bringen lassen. Eher nutze man das Wasser um das frisch abgesoffenen Mopped kurzerhand zu putzen oder freute sich, dass der Müll zum Nachbarn gespült wurde ...
@Oli: Vielen Dank für die super nützliche Regenjacke ;-)

Leider fiel die Fütterung des Stadtelefanten Sambo im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Der Kollege ist einfach Heim gegangen und wir sind halt nur zu Fuß auf den höchsten Punkt der Stadt spaziert.

Nachdem wir wieder gut im Hotel waren, gab es noch eine kleine entspannende Fußreflexzonenmassage für die vom vielen Fahren geschundenen Füsse ;-) Na ja aufgeweicht waren sie wirklich ...

By the way ... die obige Zeilen sind unter Einsatz unseres Lebens im Express Bus nach Siam Reap entstanden. Wir können euch sagen die Hupe ist laut und die anderen weichen aus ... ach ja Express hat hier ne ganz andere Bedeutung ... 6 Stunden für 260km ... aber dazu Morgen mehr

Eure Asienhelden

Vroni und Hücki

Freitag, 11. September 2009

Tag 3: Bangkok - Phnom Penh - Der Plan

Hallo Gemeinde,

Nach einer sehr kurzen Nacht - Jet Lag läßt grüßen - saßen wir um 7:30 beim Frühstück. Amerikanischer Style war angekündigt. Regular Food? Endlich! Wie habe ich mich gefreut ... ich hatte schon Entzugserscheinungen ;-) Damit es auch authentisch amerikanisch rüberkommt, wurde das Essen von einem als Cop verkleideten Parkwächter serviert ... sehr abgefahren. Leider keine Burger, sondern nur Spiegelei, Speck, Würstchen und Toast. Soweit so gut.

Frisch gestärkt ging es in die City. Unser Hotel liegt direkt am Flughafen, also sind es noch ein paar Meter in die Stadt. Der Plan war genial. Ein paar Meter mit dem Taxi zur Skytrain Haltestelle fahren und dann ganz elegant am Traffic Jam vorbei ins Zentrum gleiten. Dort kurz eine Fußmassage abgeholt, bevor es um 10 Uhr auf das höchste Gebäude Thailands gehen sollte. Das ganze bei strahlendem Sonnenschein ... wir lieben die Regenzeit ;-) ... strammer Plan denn gegen 12:30 mußten wir wieder am Hotel sein, um elegant zum Flieger nach Phnom Penh chauffiert zu werden. Das war der Plan ... nun zur Realität.
Wir stiegen ins Taxi und dachten quasi um die Ecke zur Station zu fahren. Na ja in der Rush Hour waren wir nach nur 1 Stunde (für 3 Euro) dann auch da ... gab aber unterwegs ne Menge zu sehen. Mopped Fahrer, gegen die der Weltallerbeste Stuntman Evel Knievel ne Schissbutz ist. Lebensverneinend werden Trucks, Busse beidseitig überholt oder einfach mal auf die Gegenfahrbahn halten ... der entgegenkommende Pickup wird schon ausweichen ... unser Taxifahrer war zwar nicht gerade defensiv, aber kein Vergleich zu den Zweirädern. Unterwegs wurde die Linke Spur auch mal durch einen älteren Herren blockiert der seinen Verkaufstand dort langschob oder auf der Gegenfahrbahn wurde mitten im Verkehr mit einem Besen gekehrt ... alles in allem wäre die Polizei in Deutschland ausgetickt und wir hatten unseren Spaß. Der Skytrain fuhr uns dann zuverlässig zum Siam Square. Hier finden sich sehr westliche Einkaufzentren und ne Menge Schlepper und Bauernfänger. Am besten fanden wir den Kollegen mit nem offiziell aussehenden Poloshirt mit einem Abzeichen und dem Aufdruck "Tourist Police" ein großer Spaß.
Interessant ist auch die Art und Weise wie hier die Läden voll gemacht werden. Ein 7Eleven Supermarkt in einem kleinen Container, beherbergt locker 5 Angestellt. Im umkehrschluss passen also noch höchstens 5 Kunden rein, dann ist dat Ding voll.
Aufgrund der etwas aus der Bahn geratenen Zeitplanung fielen Fußmassage + Tower aus und wir machten einen netten Spaziergang durchs westliche und teure Bangkok, bevor es mit dem Taxi zurück zum Hotel ging. Über das dreckige und billige Bankog berichten wir dann am Ende unserer Tour.

Neue Herausforderung. Formulare für Einreise in Kambodscha ... wir haben unsere Namen und Passnummern und weitere Details gerade ungefähr 136 mal niedergeschrieben ... jetzt fehlt nur noch das Foto. Was für ein Aufwand für nur 8 Tage in diesem Land. Wird glaube ich nur noch durch Nord Korea und Myanmar getoppt ... ob das mal gut geht ... gerade sitzen wir in einem alten Boing von Air Asia und durchqueren fiese Turbulenzen. Aber da ihr dies lesen könnt hat sich die alte Kölsche Weisheit "Et hät noch immer jot jejange" wieder mal Bewahrheitet. Aber nun mal zum Ernst des Lebens. Der Landeanflug hat uns den Atem stocken lassen, Ende der Regenzeit, alles steht unter Wasser! Wirklich alles. Landeanflug über überschwemmte Wiesen und Häuser, neben der Landebahn steht noch das Wasser. Kombiniert mit der Tatsache, dass dies jedes Jahr passiert und Kambodscha eines der ärmsten Länder der Welt ist, lassen ein Oder- oder Altstadthochwasser als kleines Problem erscheinen. Kurz drauf haben wir erste Maßnahmen zur Armutsbekämpfung kennengelernt. Kein Foto fürs Visum dabei, kein Thema kostet 4 Dollar und wir machen dafür kein Foto, sondern geben Dir für 20 Dollar eins ohne Foto ... arm ja, aber nicht doof ;-(




Soweit so gut, jetzt begann das Abenteuer. Kurzerhand haben wir ein Tuk Tuk klar gemacht und los ging es ins ... Chaos. Bangkok ist dagegen ein aufgeräumtes deutsches Museum. Keine Ahnung warum es nicht alle 5 Sekunden einen Unfall gibt, aber irgendwie sind wir wohlbehalten am Hotel angekommen.





Ordentliche Zimmer an belebter Strasse (anbei ein Foto aus unserem Zimmerfenster)... ;-) Kurzum Jautours hat zum ersten Mal die Zivilisation verlassen, keine Kontrollierten Gefahren mehr, sondern das wahre ungefilterte Leben ...
Kurzentschlossen gingen wir (ungeduscht) los um etwas essbares zu finden... eine kurze Runde durch die Stadt (keine Ahnung welcher Teil es wirklich war)... auf dem Weg zum Mekong (Fluss durch Asien, u.a. auch durch Phnom Penh) haben wir uns enschlossen zu einer "local-food-staion" zurück zu gehen, welche Hücki (oh Wunder...;-) ) schon auf dem Hinweg ins Auge gesprungen ist. Getreu dem bewährten Dangerseeker-Motto: wo viel los ist, kann´s kein schlechtes Essen geben, haben wir uns auf "new food expiriences" eingelassen und den Weg zurück angetreten. Als wir an besagtem "Irgendwas" ankamen ( Restaurant wäre im Vergleich zu westlichen Gegebenheiten wirklich, wirklich übertrieben) bahnten wir uns den Weg durch Gestrüpp und mitten auf dem Gehweg geparten Motos und TukTuks... Lange Rede, kurzer Sinn: wir wurden angeschaut wie Aliens als wir uns den Weg durch wirr durcheinander rennende und redende Kambodschaner zu einem freien Tisch suchten. Endeckt, da war einer frei! AUf halber Strecke passte uns ein netter, gut gelaunter Kambodscha-TuckTuck-Fahrer (wie sich später rausstellte ) ab, der es sich nicht nehmen ließ uns zum essen einzuladen. Warum? Weil diese Restaurant heute Eröffnung feierte. Irgendein Onkel, von einem Cousin von einem Onkel... Kurzerhand saßen wir an einem freien Tisch, in windeseile wurden uns sämtliche (zugegben, manchmal durchaus suspekt wirkende) Speisen, vor allem aber Bier an den Tisch gebracht... Im Vorfeld sagte "Pagee???" "it´s all for free today, cause it is the first day..." Wir bekamen Muscheln (samt Schale), Hühnchencurry (samt Knochen), Knoblauch-Beef (Samt Knochen), Lemonhühnchen (auch mit versteckten Knochen), Nudeln (pur), scharfe Nüsse, Cashew Nuß Kuchen ... es wurde aufgefahren als ob es kein Morgen gibt. Das Ankor Bier floß in Pitchern ... wir haben aus gesundheitlichen Gründen von den 3 Rieseneisklumpen je Glas abgesehen und dafür Muscheln probiert ;-) ... alles war sehr lecker, aber wir hatten etwas Tourimagenrespekt vor der Nummer. In der Zwischenzeit saß auch der Cousin und Cousin und Vater und Hastenichtgesehen am Tisch ... wir waren die Attraktion ... und ohne Englisch wurde sich mit Händen und Füssen (nicht) verständigt. Phnom Penh wir sind da !!!! Selbstreden war alles für umme. So eine Gastfreundschaft habem wir noch nicht erlebt. Zunächst suchten wir auch den Hintergedaken, Haken, Falle ... gab es nicht einfach nur nett ...
Interessant war auch mein Nebenmann, der kein Wort Englisch sprach, dafür aber ne Wumme (@Mio & Pützi: Ne Echte!!!) am Gürtel trug. Hinterher wurde uns erklärt er sei Bodyguard in geheimer Mission oder so ... sehr bedenklich.
Auch super war der Gang aufs Klo ... eher Loch im Boden, mit 165cm Deckenhöhe und Regtonne mit Schale zum Nachspülen ... Alles in allem ein super Abend und wir schauen gespannt auf Morgen ... ein Tag im Tuk Tuk, kombiniert mit der Regenzeit ... seid gespannt.

Eure wahren Dangerseeker

Vroni und Hücki

Mittwoch, 9. September 2009

Tag 0-2 (Teil 2) - Düsseldorf - Dubai - Bangkok

Liebe Gemeinde,

die Reise geht weiter bzw. fängt gerade für 50% der Crew - Vroni (Verena) - an ... JAU!

Bloggen am Dubai International Airport...Rolex ohne ende aber keine vernünftige Netzverbindung ... (facebook will einfach nicht laden) ... aber dafür umsonst. Trotz dieses Handicaps und dicker Finger kombiniert mit kleiner Tastatur wird weitergebloggt ... Wahrscheinlich nicht so wild wie die ersten 50 Tage, aber wir müssen die Daheimgebliebenen bzw. die Heimkehrer ja auf dem laufenden halten ...

Gestern um halb 4 Nachmittags ging es los. Gestärkt nach einem mc-d (soviel regular Food wird es in Asien ja nicht geben) besucht, bei dem wir zur Reiseeinstimmung erst einmal 2 Cheeseburger for free genießen durften (lag an der bescheidenen Fähigkeit der Mitarebeiter zuzuhören und dann genau das in die Kasse zu tippen) ging es ab zum gate. von emirates haben wir uns eine Menge versprochen. Platzmäßig konnten unsere Erwartungen leider nciht erfüllt werden. Der erste blaue Fleck an den Knien ließ nicht lange auf sich warten. "Rummpsss" - "Auaaa!!!" der Sitz des vor uns sitzenden Herren schnellte mit hoher Geschwindigkeit auf meine Knie... naja, dank des langen bevorsteheneden Urlaubes und der damit verbundenen Hanballpause, halb so wild... alte Möhre wenig Platz mittelprächtiges Entertainmentprogramm ... aber das war ja nur der 6 Stunden Zubringerflug. Wir sind noch guter Hoffnung, dass uns der neue A380 von Dubai nach Bangkok nicht so entäuschen wird ...

Ankunft in Dubai. Nachdem der erste Start und Landevorgang (insgesamt sind es 9!) erfolgreich hinter uns gebracht wurde, erwartete uns draußen auf dem Rollfeld das, was man wohl weitläuig als "Hitzeschlag" oder gewaltigen Temperaturwechsel bezeichnen kann... Hier müsste angemerkt werden, dass wir gegen viertel nach 12h nachts das erste mal Wüstenluft in Dubai schnupperten... Der Pilot sagte bei Ankunft etwas von 30 Grad. Gefühlt mindestens 40!!

Der Weg mit dem Taxi ins Hotel verlief recht unspektakulär. Dubai bei Nacht verbirgt sämtliche Baustellen, die erst auf dem Rückweg am nächsten Morgen zu Tage traten. Nachdem wir dem guten Mann im Hotel endringlich erklärt haben, dass wir nicht das doppelte unserer Buchungsbestätigung zahlen werden, nur weil wir zu Zweit waren ... kleiner Vorgeschmack auf wilde Deals in Asien ... aber ein bißchen Spaß muss sein. Freu mich schon auf erste Tuk Tuk Fahrt in Bangkok ... und das wilde dealen. Aber dazu die Tage mehr. Viel von Dubai haben wir noch nicht gesehen (mehr dann hoffentlich in 4 Wochen wenn uns unsere Route noch mal nach Dubai führt). Aber diesen unglaublich großen, sehr pompös wirkenden Flughafen wollen wir nicht unerwähnt lassen. Palmen, riesige Glaskuppeln, ein ca 30 langer und 10 meter hoher "Springbrunnen" bzw. eine gekachtelte Wand an der das Wasser geschmeidig entlang rinnt, üerall alles, wirklich alles auf Hochglanz poliert... Luxus-Shops reihen sich aneinander... irgendwo müssen die Öl-Barone die Öl-Dollars ja lassen. Ob Rolex-Uhr,Designer-Sonnenbrille und Feinschmecker-SChokolade alles dabei. "Gewinnen Sie dieses Luxusauto" Aktion ... es git natürlich keine schnöden Benz zu gewinnen ... Nein einen Rollce und einen Lambo (Oli&Toto: Ihr hättet euren Spaß gehabt 7 Mio Karten auszufüllen, um die (Un)Wahrscheinlichkeit zu überlisten) Im typischen duty-free wird man von netten Damen und Herren aus allen möglichen Ländern, bewaffnet mit Parfumflacons verfolgt... Try this... No thanks... (irgendwann macht die menschliche Nase schlapp)... das läßt die spannung auf Bangkok und Basarähnliche Zustände nur steigen...

Los geht es in ca. ner Stunde. A 380 der neue Airbus bringt uns nach Thailand. wIr werden uns dann mal "live" davon überzeugen, ob das neue Fluggefährt auch das kann, was es verspricht...

... so nun ist eine Stunde später. Wir sitzen im Hightec Gefährt der Luftfahrt. Echt riesig die Kutsche, Beinfreiheit, bequeme Sitze und ein Entertainment System, dass das sehr gut von Air New Zealand locker übertrumpft ... Hammer ... und das für kleines Geld. Kann ich jedem nur empfehlen. Wochenendtrip nach Bangkok, nett fliegen und das Geld fürs Ticket wieder rein shoppen ... jetzt müssen wir uns nur noch in die First Class schmuggeln ... da soll es noch besser sein ... Hört man ;-)

Nachdem wir gut im Hotel - Flughafennähe - eingecheckt hatten, gab es noch leckersten Thaischmaus. Reis aus der Ananas, Riesenkrabben und überhaupt. Morgen früh gibt es wenn es paßt noch eine kleine Flureflexzonenmassage und direkt weiter nach Kambodscha. Hier lauern - laut Reiseführer - eine Menge Abenteuer. Elefantenreiten, eine Bahn die für 300km 12 Stunden braucht, durch die Regenzeit aufgeweichte Strassen, Transporte auf Pickup Ladeflächen (quasi Rarotonga Style), "Es ist norrmal, dass im Taxi auch der Fahrersitz doppelt besetzt wird" und jede Menge tolles Essen ...

@Toto, Oli, Pützi, Mio: Wie ihr seht werden wir den Geist von Jautours in eurem Sinne weiter in die Welt tragen ...

Eure neuen Jautours Dangerseeker Touristen

Vroni und Hücki

Samstag, 5. September 2009

Tag 51/52/53: The End

The end is near...

Schön war´s..erinnert Euch...


Liebe Freunde, Freundinnen und Familie! Liebe Kollegen und Kolleginnen!


Die Reise neigt sich dem endgültigen Ende zu. Ich sitze gerade im Flieger von L.A. nach London, von wo aus wir den letzten Flug nach Deutschland antreten werden. Die letzten beiden Tage haben wir wieder in Hollywood verbracht und in einer grandiosen letzten Nacht unseren Abschied gefeiert.

In den letzten Wochen haben wir die Welt tatsächlich einmal ostwärts umrundet und spannende, verrückte, lustige, traurige, durchgeknallte, unglaubliche und unfassbar witzige Dinge erlebt:

erinnert Euch an Singapur...und das tolle Essen im "Thiong Baruh Foodmarket" oder das bekloppte Segwayrennen auf "Sentosa Island"! Denkt an unseren Tagesausflug nach Indonesien..., an dem wir Wakeboarden waren, um darauf die nächsten drei Tage Montezumas Rache auszubaden, weil wir zu viel Dreckswasser gesoffen haben. Erinnert Euch an meine Cousine Kirsten und ihren Freund Giancarlo, an Feiernächte in "Clarke Quay", an Chris, der uns seine Wohnung zur Verfügung gestellt hat, an die "Prügelei" mit den Massagemönchen.

Erinnert Euch an Australien und das beste Youthhostel der Welt..., mit wackelnden Betten und kotzenden Engländern..., erinnert Euch an den tollen Ausflug in den Kakadu-Nationalpark, an die Spiekers, an Hendrik, an Yvonne, Neill und natürlich Adina, die wir später in L.A. wiedergetroffen haben und an unseren Guide Steve. Erinnert Euch an die Wasserfälle der Jim Jim Falls und der Twinfalls oder an die Ebenen von "Ubirr", an das Holzsammeln für die Lagerfeuer, an die Nacht unter freiem Himmel in unseren "Swags", an das Planschen und Klippenspringen in den "Plunge Pools", an das Aboriginee-Trainingscamp, die Maguk-Falls und die Termitenhügel, die 9 von 10 Zusammenprällen mit Autos gewinnen...

Erinnert Euch an den Mindilmarket und unsere Fressorgie, an den Flug von Darwin an die Ostküste Australiens nach Cairns, an den Kotzausflug auf das Great Barrier Reef, an den "Maui T4", mit dem wir unseren Roadtrip gestartet haben..., in den "Danbulla State Forest" und den "Downfall Creek" Camping Ground an dem verlassenen See, an das verrückte "White Water Rafting" auf dem "Tully River" und den "Crocodile Rpellent Plan", an den Deutschland 6er und unseren Raftingguide Jay Jay, an den Helm, den Toto verkehrt herum getragen hat..., an "MC Gyver" und die verrückten Ortschaften auf dem Roadtrip: Yungaburra - Malanda - Millaa Millaa, an den Figtree, an South Mission Beach und den Cassowary..., an unsere Trainingseinlage am Strand von Mission Beach, erinnert Euch an Townsville und Airlie Beach...

Erinnert Euch an die Segeltour um die Whitsunday Islands und die "Silent Night", an die Crew auf dem Boot: an die "Engländer" Claire und Christopher, die Franzosen Linda, Camille und Dorine Charles, an den "Weltrekordler" Robert und Jenny Townsend, an das ungleiche Paar Monica und Ricky, an Tom, den Schiffsjungen und an den Skipper Brendan..., den Wallyfish Elvis, an die die Supermannfotos auf dem breiten Strand und die Roncallibrüder, an die Seeadler und Seeschildkröten und Wale.

Erinnert Euch an Fraser Island und Hervey Bay, an die Autobahn am Strand und den heizenden Busfahrer, an den Scenic Flight mit Pilotenjumping picture und an das Durchschwimmen des Lake MC Kenzie und den Ausflug zum Lake Wabby, an Tina und Anni aus "Köln", an die Champaign Pools, den Elli Creek und das Auto, das wir befreit haben, an die Muscheln und den Regenwaldausflug, an meinen Cobramückenstift, an die verrückte Trainingseinlage in dem verkommennen Aufenthaltsraum mit Sandsack, an das Wiedersehen mit den Spiekers auf der Fähre zurück nach Hervey Bay.

Erinnert Euch an den Trip nach Brisbane und Brisbane selbst, an Sydney und den "Winter" dort, an das Surfen am Bondi Beach, an Manly Beach und die Oper von Sydney, die Sdyney Harbour Bridge und Hückis Klettereinlage, an unseren Friseurbesuch bei den Japanern, an das beste Sushi-Restaurant der ganzen Reise gegenüber unseres Hotels, an die Serbenparty und die Party im Dragonfly in King´s Cross, an den Burger King, der in Australien Hungry Jack heisst und an Adam.

Erinnert Euch an den längsten Tag und die Cook Islands, die Pubcrawls und den fehlenden Fisch, an die Netballweltmeisterschaft, an die Tour de Rarotonga, an unseren Kajakausflug, an Roxanne und die Scooter, an die Quadtour durch den Dschungel, an Sara und Becki, an Matt den Urjungen, an das Speerischen und Harpunenfischen, an unser Motu und das Big Game Fishing, an unser BBQ mit dem frischesten Fisch auf Erden, an Lilly, die gute Selle aus dem Vara´s, an unsere Führerscheine aus Rarotonga, an das Schnorcheln in der Murilagune und an Hückis Kampf mit der Karatekatze.

Erinnert Euch an L.A. und den Hollywood Boulevard, an Adina, die wir hier wiedergetroffen haben, an Steven von 3doors down und Jessica, an die glitzernden Lichter von Las Vegas (!) und die verrückten Dinge, die wir dort erlebt haben, an den Grand Canyon und an das Horsebackriding, an den Skywalk und unsere Präsidentensuite im 38. Stockwerk, an den Pool im Palms und den einarmigen Banditen, der einfach nicht wollte, an Kerry und Amanda, an Venice Beach und den Muscle Beach, an den Walk of Fame, an unseren Dodge und die Wüstenfahrten, an die Einkaufsattacke, an das Würfeln und Babygambeln, an die Ankunft von Pützi und Mio. Erinnert Euch an Beverly Hills und den Rodeo Drive, an das L.A. Dodgers Baseballspiel und den labbrigen Hotdog, an den Stratosphere Tower und Hückis Fear Face auf dem Raketenturm, an den Sequioa Nationalpark mit seinen Bären und Mammutbäumen, an San Francisco und unseren Cousin Ginger.

Falls Ihr Probleme haben solltet Euch an das ein oder andere Event zu erinnern, lest es einfach nach. Auch ich musste in alten Texten wühlen, um die wichtigsten Dinge herauszuschreiben, die wir in den letzten 8 Wochen erlebt haben. Das Schreiben des Blogs hat uns viel Zeit, auch Geld und Nerven gekostet, es wird uns jedoch für immer ein gutes Nachschlagewerk sein.

Am wichtigsten war uns jedoch, dass Ihr- mehr oder weniger- teilhaben konntet an unseren Abenteuern. Eure Kommentare und E-Mails haben uns motiviert uns die ein oder andere Nacht um die Ohren zu schlagen. Wir hoffen, dass Ihr Spaß hattet und wir wollen Euch motivieren wach und aufmerksam zu bleiben..., wach und aufmerksam für Eure Freunde und Freundinnen und Eure Familien.

Unsere Erlebnisse haben uns sicher ein Stück weitergebracht im Leben. Man führt sich automatisch vor Augen, wie groß die Welt ist und wieviel man erleben kann. Wieviel man unter Umständen versäumt hat und was man in Zukunft besser machen kann. Eines ist mir klar geworden, ohne Freunde und Familie ist es ein trauriges Leben. Ich hatte eine Menge Zeit über Freundschaften nachzudenken und ich freue mich alle wiederzusehen, die sich meine Freunde nennen. Ich danke den Jungs, die die letzten 8 Wochen Betten, Autos und ihr Leben mit mir geteilt haben. Mit Hücki, Toto, Pützi und natürlich meinem Bruder würde ich in jeden Krieg ziehen. Wir würden auch jeden Gewinnen...

Bleibt wach und aufmerksam, seid nett zueinander, ärgert Euch nicht, vor allem über banale Dinge. Dafür könntet Ihr mal Eure Energie dazu nutzen Euren Eltern zu sagen, dass sie die beste Mutter der Welt oder der beste Papa der Welt sind. Genauso umgekehrt...

Versucht zu lächeln und seid offen für andere Menschen, seid tolerant gegenüber Menschen die anders sind. Schaut beim nächsten mal nach oben in den Himmel und beobachtet mal den Himmel. Vergesst für einen Moment den Fernseher und schwingt Euch aufs Fahrrad oder kocht ein grausames Essen für Eure Freunde..., sie werden es lieben. Macht wildfremden Menschen Komplimente, wenn Euch etwas an ihnen gefällt, lobt Eure Kinder, lobt Eure Kollegen, wenn sie gut sind. Ihr seid ein Team, keine Feinde! Verschenkt dieselbe Anerkennung, die ihr Euch erhofft. Seid ehrlich und wenn die Wahrheit manchmal wehtut, ist es allemal beseser, als belogen zu werden.
Versucht am Wochenende aus der Mühle des Alltages zu entfliehen und macht zwischendurch mal etwas verrücktes..., Liegestützwettbewerb im Aufzug oder Wettrennen im Kino, Purzelbaum im Büro, Apfelwettessen im Supermarkt..., entflieht zwischendurch in die Kindheit und vergesst Eure Sorgen. Davon haben wir zu viele, durch ständige schlechte Laune werden sie nicht weniger. Ihr möget nicht ausflippen oder so etwas, aber "boys will be boys" and "girls will be girls"..., geht mit Euren besten Freunden feiern, solange Ihr könnt. Holt Euch zwischendurch Eure Kindheit zurück...

Den Skeptikern unter Euch, sei gesagt, dass man das Leben eben so oder so angehen kann. Wir haben uns entschieden in allem etwas positives zu sehen..., sei es auch noch so beschissen, so gehört es zu unserer Prüfung dazu. Die Zufriedenheit ist umso größer, je schwerer die überstandene Aufgabe war.

Igendwann kommt jeder an einen Scheideweg in seinem Leben. Irgendwann wird man eine Familie gründen und die "Jungs" rücken langsam aber sicher in den Hintergrund. Die Clique ist nicht merh das wichtigste, sondern der kleine Wurm, der Deine Nase und die Augen Deiner Frau oder Deines Mannes hat. Eine eigene Familie ändert jedes Leben. Man trägt die Verantwortung nicht mehr nur für sich. Dennoch bleibe ich dabei, vergesst Eure Freunde nicht, pflegt Freundschaften und bleibt ein Stück weit Kind. Wie die Zukunft aussehen wird? Wer weiss das schon...

Am Montag werden wir wieder im Büro sein und manch einer wird erst am Montag diese Zeilen lesen..., komisches Gefühl. Toto und ich sind jedenfalls heiss und voller Energie die anstehenden Aufgaben im Arbeitsleben anzugehen. Wie Ihr uns kennt, werden wir für gute Laune sorgen. Zusammen werden wir alle das Ding schon schaukeln, da sind wir uns sicher.
Ich werde in naher Zukunft vielleicht ein neues Abenteuer angehen und das machen, was ich schon immer mal tun wollte..., nämlich ein Buch schreiben. Wir werden sehen...

Hücki wird ab Dienstag für weitere vier Wochen nach Asien reisen, wir werden seine pragmatische, doch stets witzige und offene Art sehr vermissen. Wir wünschen ihm noch viel mehr toller Erlebnisse! Lass mal hier und da von Dir hören! Wir freuen uns auf das Revival im Oktober! Schnief...
(@Vroni: Pass uns bloß gut auf den auf, den brauchen wir noch!)
Pützi und Mio sehen wir am Sonntag wieder, sie landen einen Tag später in Deutschland...
Eine öffentliche Liebeserklärung an die Jungs erspar ich mir, das sage ich den Jungs so.

OK, Drama war gestern, it´s a new day!We´re back in town!

Wir freuen uns auf Euch! Ein letztes mal senden wir ein herzliches "Jau" und sagen Dankeschön für Eure Zeit und Freundschaft!

Und noch etwas...tut nichts, was wir nicht auch tun würden...!



Herzlichst,
Eure Dangerseeker,

Toto, Hücki, Pützi, Mio und Oli

Unsere letzten Links für Euch...

"I gotta feelin...!" and "When love takes over...!"

Dienstag, 1. September 2009

Tag 48/49/50: Die Straßen von San Francisco...

Jippieee und Jau!

Hier sind wir wieder..., im Endspurt nehmen wir den Rest der Welt ein. Nach unserem Ausflug in die Wildnis des Sequioa Nationalparks, haben wir wieder die glitzernden Lichter einer Weltstadt besucht: San Francisco- die Stadt der Hügel und der "Cable Cars".
Hier lebt mein Cousin Ginger, der vor 13 Jahren aus den Philippinen nach San Francisco ausgewandert ist. Ihn haben Mio und ich seit fast 20 Jahren nicht mehr gesehen. Dennoch waren die Erinnerungen an die Kindheit noch frisch und wir sind uns beim ersten Treffen nach so langer Zeit in die Arme gefallen. Wir verstanden uns so, als ob wir nie getrennt gewesen wären. Ginger arbeitet hier als Musiklehrer und hat uns von Beginn unseres Stops an als Guide durch die Stadt geführt- und war jeden Abend der vier Tage mit uns unterwegs.

San Francisco ist sehr vielseitig und beherbergt (ähnlich wie Sydney) unheimlich viele Kulturen, Religionen und Weltanschauungen. Architektonsich und städtebaulich kann man sie in jedem Fall zu den aussergewöhnlichsten Städten, die ich je besucht habe zählen...und die fahrradärmste Stadt. Wer will- und kann vor allem - Steigungen von bis zu 30 Prozent mit dem Fahrrad erklimmen...ausser Frutti und Lance Armstrong zu seinen besseren Dopingzeiten? Wir haben uns auch gefragt, ob es hier einen spziellen TÜV für Handbremsen geben muss? Die wird hier nämlich auch eher häufig und eher intensiv beansprucht...
Back to SF..., wie Ihr wisst schweife ich so gerne ab. Hier kann man das berühmte Gefängnis Alcatraz in der "Frisco Bay" besuchen, aus dem angeblich noch niemand fliehen konnte..., die Golden Gate Bridge und den Fisherman´s Wharf.
Der Coit Tower lädt dazu ein, einen schönen Blick über den Dächern der Stadt zu genießen. Man kann in "Japan Town" essen wie ein Japaner, man kann am "Broadway" feiern wie im Film "The Hangover", man kann in Chinatown einkaufen wie in Peking (und auch essen), in Italy Town kann man..., genau wie in Italien speisen und leben, usw.usf., am Union Square kann man shoppen wie Paris Hilton in London, auf der Haight street kann man shoppen wie auf der Melrose Avenue in Los Angeles, an ewig langen Stränden kann man Dinge tun, die man gewöhnlicherweise am Strand tut (unter anderem auch Seelöwen begegnen), man kann Jazzlokale und Bluesbars besuchen, man kann im "Tipsy Pig" "Pisco Pigs" trinken, man kann hier einfach so unglaublich viele Dinge tun, ohne, dass es einem langweilig wird. (Das war der längste Staz im ganzen Blog- stilistisches Mittel...)
Aber kann man so tolle Dinge nicht auch in Köln unternehmen? Jaaaa! Man muss einfach nur seinen Allerwertesten hochkriegen und Fernseher Fernseher sein lassen..., aber zu Einstellung und Moral kommen wir später..., im nächsten Blog.
Zurück zu den tollen Dingen, die man in SF erleben kann. Und warum erzählen wir Euch mal wieder davon? Genau, weil wir natürlich alles vorgenannte gesehen und ausprobiert haben. Leider(!!!) haben wir es nicht nach Alcatraz geschafft; nennen wir es zeitliche Kollision. Nach anfänglicher Skepsis, haben wir auch diese Stadt in unser Herz geschlossen...und geben sie nicht mehr her.
Man muss leider auch erwähnen, dass San Francisco mit zu den dreckigsten Städten auf unserer Reise gehörte. Nirgendwo (ausser auf dem Venice Beach) haben wir mehr "Bums" (Penner) und gescheiterte Seelen auf den Strassen gesehen als in Frisco. Obwohl man in fast jeder Strasse Parkverbotsschilder wegen "Street Cleaning" aufgestellt hat sind die Strassen teilweise ziemlich verschmutzt. Da man auf den Strassen, ähnlich in New York nicht parken kann, verdienen sich die Betreiber von Parkhäusern eine goldene Nase. Hier sind Parkgebühren von 2,50$/20 Min. die Regel...

Zurück zu den Bums. Wie Ihr wisst, bin ich ja so neugierig und frage mich bei jeder Begegnung mit einem Obdachlosen, wie es so weit kommen konnte. Kann so etwas auch einem von unseren Freunden oder gar einem selbst passieren? In einem Fall habe ich mir eine kurze Lebensgeschichte erzählen lassen. Hier warteten wir vor einem Restaurant, um einen Tisch zu ergattern. In dem Moment fragte eben genau einer dieser Penner uns nach ein paar Dollarn "Change" (Wechselgeld). Er stank aus dem Maul wie eine russische Männertanzgruppe und er stellte sich als Vietnamveteran vor. Ich weiss, dass die Jungs und Mädels es ohnehin nicht leicht haben, aber dennoch musste ich nachhaken. Ich wollte wissen, ob er uns belügt oder ob er die Wahrheit erzählt. Er begann eine Wirre Geschichte aus Vietnam zu erzählen, in der er in einem Hubschrauber abgeschossen wurde und in feindlichem Gebiet notlandete usw... Ich glaubte ihm und wir gaben ihm ein paar "bucks". Naja, nicht so spannend die Geschichte, aber fragt Ihr Euch nicht auch manchmal, wie manche Menschen da unten landen?
Manche von ihnen sehen aus, als ob sie früher viele Freunde hatten oder gar einen gutbezahlten Job. Jeder muss ein Sohn oder eine Tochter sein, ein Bruder oder eine Schwester. Jeder muss mal zur Schule gegangen sein (mehrheitlich denke ich), jeder war auf Kindergeburtstgen und hat mit anderen Kindern gespielt. Manche haben noch diese lachende Augen und den Funken Selbstachtung, den man in solch einer Situation bestimmt nur schwer bewahren kann. Naja, mal wieder die Moralschiene hier. Aber offensichtlich geht es der amerikanischen Wirtschaft wirklich nicht sonderlich gut.

OK, zurück zu San Francisco..., gleich am ersten Tag hatten wir noch eine typische Dangerseekerbegenung der besonderen Art. Beim ersten Ausflug, in dem Ginger uns über die Küstenstrasse zur Golden Gate Bridge führte, hielten wir an einem Parkplatz an, um den restlichen Weg zu Fuß zu bestreiten. Plötzlich hörten wir ein lautes Knattern und ein brummendes Motorengeräusch...: nicht weniger al 6 Motorradpolizisten fuhren auf unseren ansonsten fast menschenleeren Parkplatz. Sie machten dort Mittagspause! Was für ein toller Ort für eine Mittagspause..., wie Ihr Euch vorstellen könnt, haben wir diese Situation ausgenutzt und haben die Jungs angesprochen. Nach kurzem Smalltalk haben sie un erlaubt uns auf die Karren zu setzen und Fotos mit ihnen zu machen. Was für ein verdammter, fast wie bestellter Zufall, dass genau sechs Motorräder da waren.

Wie auch immer, sprechen die Fotos für sich. Wir hatten eine tolle Zeit in San Francisco und danken besonders Ginger für seine Zeit! (@Ginger: Hey Bro! U rock, thank you so much! We had a blast! We´ll be back!We love you!)
Zu erwähnen bleibt noch, dass auch Toto Freunde besucht hat: Yaisa und Daniel, die er aus seinem Urlaub aus Trinidad Tobago kennt. Die beiden sind ebenfalls ausgewandert und haben ein Kind - Gabriel. (@Yaisa und Daniel von Toto: Vielen Dank für den schönen Abend! Wir sehen uns übernächstes Jahr beim Karneval in Köln!)

OK, nachdem wir jetzt allen mal hallo gesagt haben, machen wir uns auf den Rückflug nach L.A., um dort unseren letzten Abend auf der verrückten Reise um die Welt zu feiern. Wir geben gleich unseren geliebten "Dodge Journey" ab und steigen in den Flieger nach LAX.
Hier werden wir wieder das uns bekannte Motel 6 aufsuchen, wo wir bereits am Anfang unseres USA-Stops abgestiegen sind. Hier werden wir Hollywood und den USA "Tschüss und auf Wiedersehen" sagen...
So, die Reise neigt sich dem Ende zu. In einem letzten Blog, den ich im Flieger zurück nach Deutschland schreiben werde, wird es um Familie, Freundschaft, Liebe und Moral gehen. Es wird einen Rückblick mit Highlights unserer Reise geben..., es wird sowohl ein Fazit als auch einen Ausblick geben. Es werden hoffentlich keine Tränen fliessen und wenn, dann vor Freude. Wir werden sehen, wie ich drauf bin. For now sagen wir, danke wieder für Eure Aufmerksamkeit...we´re out!

Eure Dangerseeker Mio, Hücki, Toto, Pützi und Oli